Sonntag, 19. Juli 2026

Horus - Gott mit vielen Namen

 



 

Er gehört zu den ältesten ägyptischen Göttern und wurde bereits vor rund 5.400 Jahren erwähnt. Sein prägendes Merkmal ist der Falkenkopf. Darum wird er auch der Falkengott genannt. Es gibt neun gesicherte weitere Bezeichnungen für Horus in der Pharaonen-Geschichte Ägyptens. 

Im Januar des Jahres 2001 besuchte ich das Tal der Könige in Ägypten. Eher zufällig fotografierte ich in einem der Gräber eine Verkörperung von Horus, die den Namen Re-Harachte trägt. Vor der 5. Dynastie hieß er nur Harachte. Dann aber wurde er mit dem Gott Re verbunden und trägt seitdem die Bezeichnung Re-Harachte. Erkennungsmerkmale des Gottes Re-Harachte sind zum Beispiel die Sonnenscheibe über dem Falkenkopf und ein in Rot gehaltener männlicher Körper. Im Gegensatz zu Horus wurde Re-Harachte nie als reiner Falke dargestellt, sondern immer nur als Mann mit Falkenkopf  

Von Hurghada nach Luxor

Eigentlich hatte ich für den Januar 2001 zwei Wochen Strandurlaub in Hurghada gebucht. Doch Hurghada im Januar ist für Strandurlaub nur sehr bedingt geeignet, wie ich am eigenen Leib erfahren sollte. Beständig blies ein kalter Wind, mit Sand vermischt, und auch das Meer zeigte sich von der kühleren und eher aufbrausenden Art. Das Hotel besaß zwar eine beeindruckende Pool-Landschaft, aber zwei Wochen nur am Pool, abwechselnd mit dem Büffet der All-Inclusive-Anlage, war mir dann doch zu langweilig. Zumal auch hier die üblichen Klischees bezüglich All-Inklusive in der Realität zum

Tragen kamen. Früh am Morgen reservierten Hotelgäste die besten Pool-Liegen mit ihren Handtüchern. Zu den Mahlzeiten, ob nun Frühstück, Mittag oder Abendessen, standen die Urlauber in Schlangen an den Selbstbedienungsbuffets und beluden ihre Teller bis obenhin mit dem dargebotenen. Natürlich viel zu viel von allem, was bedeutete, das mindestens ein Drittel der Lebensmittel später in den Abfall wanderten. 

Nun bliebe als Abwechselung zum Hotel-Alltag noch das Erkunden der Umgebung, doch auch das war in Bezug auf Hurghada eine Enttäuschung. Nichts als Wüste. Die einzige wirklich interessante Landschaft befand sich unter Wasser, an den Riffs des roten Meeres. Doch bin ich des Tauchens nicht mächtig, also fiel das weg. Das ursprüngliche Hurghada ist ein Fischerdorf ohne irgendwelche architektonische Höhepunkte. Rechts und Links davon, oder besser nördlich und südlich der Küste entlang reihen sich die Hotelanlagen bis zum Horizont. 

Zufälligerweise entdeckte ich in dem Dorf Hurghada so etwas wie einen Busbahnhof. In dessen runtergekommenen Gebäude war ein Fahrplan mit Zielen ausgehängt. Das tolle daran, neben einer arabischen Version gab es auch eine in englischer Sprache. Zuerst dachte ich daran, nach Kairo zu fahren, aber das waren mir zu viele Stunden im Bus. Wie immer hatte ich auch bei dieser Reise immer eine Karte des Landes bei mir (im Jahr 2001 gab es noch keine Smartphones und auch kein Googlemap) und konnte den Streckenverlauf einsehen. Mein Auge fiel nun auf Luxor als Ziel meiner Busreise. Von Hurghada aus lässt sich Luxor in wenigen Stunden erreichen und die Busse fuhren die Strecke zweimal am Tag, auch in umgekehrter Richtung. Es gab auch im Hotel Angebote zur Busreise nach Luxor, natürlich im klimatisierten Reisebus, jedoch mit festgelegtem Stundenplan und zu einem unverschämten Preis. Da wählte ich doch lieber den Linienbus der Einheimischen. Ohne Klimaanlage, aber mit der Freiheit zu entscheiden, wie lange ich in Luxor verweilen wollte. 

Früh am nächsten Morgen bestieg ich den Bus nach Luxor, als einziger Tourist. 

Die Strecke nach Luxor führt über einen Höhenkamm und die dort bestehenden Felsformationen machten die sonst langweilige Sandwüste Ägyptens optisch etwas interessanter. Der Fhrer  Aber man muss schon ein ausgesprochener Wüstenfan sein, um davon wirklich hingerissen zu sein. Wir kamen auf jeden Fall heil in Luxor an und ich suchte mir zuerst ein billiges Hotel in der Innenstadt. Drei Tage wollte ich hierbleiben und die Sehenswürdigkeiten rund um Luxor erkunden, das direkt am Nil liegt.