Woher kommt Kaffee, wer hat den Kaffee entdeckt
und warum ist er so beliebt?
Kaffee stellt fast alles in den Schatten. Er ist mit weitem Abstand
führend unter allen
Heißgetränkezubereitungen aus Pflanzen. Das
lässt sich leicht anhand der jährlichen Erntemengen feststellen,
die zum Beispiel für das Jahr 2022 weltweit bei 10,78 Millionen
Tonnen Rohkaffee lagen. Sowohl Kakao mit 4,9 Millionen Tonnen als
auch Tee mit 2,9 Millionen Tonnen sind da weit abgeschlagen. Doch was
ist das Geheimnis der Kaffeebohne? Dieser und ein paar weiterer
wichtigen Fragen wollen wir an dieser Stelle auf den Grund gehen.
Diese riesige Menge an Kaffee wird nicht komplett in heißen Kaffee
für das Frühstück etc. umgewandelt. Kaffee ist längst ein
wichtiger Bestandteil vieler verarbeiteter Lebensmittel, weil sein
einzigartiges Aroma das jeweilige Produkt verfeinert und veredelt.
Inhalt:
Wo
kommt Kaffee her?
Wer
hat Kaffee erfunden?
Wer
hat Kaffee entdeckt?
Welches
Land hat Kaffee erfunden?
Wo
kommt Kaffee ursprünglich her?
Wer
hat Kaffee nach Europa gebracht?
Wie
entstand die Kaffeekultur Europas?
Was
macht hochwertigen Kaffee so besonders?
Qualitativ
hochwertiger Kaffee
Espresso und Espressokocher
Kaffeebohnen
– eine grobe Übersicht der wichtigsten Sorten
Was
ist wichtig für wirklich guten Kaffee?
Was
muss eine gute Kaffeemaschine können?
Die Kunst des Kaffeekochens
Verschiedene Kaffeemaschinen
Wo kommt Kaffee her?
Botanisch betrachtet ist es gar nicht so einfach, die Kaffeepflanze
exakt einer Gegend oder Region zuzuordnen. Ganz oben steht die
Familie der Rötegewächse, die auch Kaffeegewächse oder
Labkrautgewächse genannt werden. Innerhalb der Rötegewächse ist
die Kaffeepflanze (Coffea) eine eigene Gattung, die sich wiederum in
124 Arten unterteilt. Der weitaus größte Teil dieser 124 Arten
besitzen ihren Ursprung auf dem afrikanischen Kontinent. So auch die
wichtigste Art, die Coffea arabica. Rund 60 % aller Kaffeesorten auf
der Welt stammen von der Coffea arabica. Wie auch bei vielen anderen
Dingen des Alltags ist die Sorte Coffea arabica nicht deshalb der
meist angebaute Kaffee, weil er am besten schmeckt, sondern weil er
sich am besten für den Plantagen-Anbau eignet.
An zweiter Stelle bezüglich der Produktionsmenge steht die Art
Coffea canephora (Robusta). Auch sie ist ursprünglich in Afrika
beheimatet und macht etwa 36 % der Weltproduktion aus. Die restlichen
4 % teilen sich überwiegend in die Arten Coffea liberica, Coffea
stenophylla und verschiedenen Kreuzungen auf. Längst wird Kaffee
nicht mehr nur allein in Afrika angebaut. Überall wo ein für die
Kaffeepflanze günstiges Klima vorherrscht, wird auch Kaffee
angebaut.
Wer hat Kaffee erfunden?
Die
Idee, aus den Samen (den Kaffeebohnen) der Coffea-Pflanze Kaffee zu
kochen, ist wohl irgendwann vor vielen Jahrhunderten in Afrika
aufgekommen. Es gibt viele Legenden hierzu, aber kaum gesicherte
Erkenntnisse. Die erste Erwähnung des Kaffees erfolgte in Äthiopien,
in der Region Kaffa, der Name ist Programm, im 9. Jahrhundert. Das äthiopische Hochland wie
auch der Südsudan sind zugleich der Entdeckungsort der Kaffeesorte
Arabica.
Aus
der roten Beere des Kaffeestrauches den Samen herauszuholen, diesen
zu trocknen, ihn zu rösten, um ihn letztlich zu zerkleinern und mit
heißem Wasser aufzugießen, wird wohl keine spontane Idee gewesen
sein. Vermutlich landeten die getrockneten Samen eines
Kaffeestrauches irgendwann einmal zufällig im Lagerfeuer von Hirten.
Der typische Kaffeegeruch, der dabei entstand und den wir alle kennen
und lieben, wird die Hirten veranlasst haben, sich genauer mit dem
Samen bzw. der Kaffeebohne zu beschäftigen. Letztlich führte dies
zum ersten Kaffee, irgendwo in Äthiopien unter dem Himmel Afrikas.
Wer hat den Kaffee entdeckt?
Die Entdeckung als Wildpflanze, um aus deren Samen Kaffee
zuzubereiten, erfolgte vermutlich in Äthiopien irgendwann im 9.
Jahrhundert. Der Anbau als Nutzpflanze erfolgte ab dem 12.
Jahrhundert. Von Äthiopien aus gelangte der Kaffee dann langsam
durch Karawanen auf die arabische Halbinsel und von dort in den
Libanon, in das osmanische Reich und letztlich nach Europa. Schriften
belegen, dass im 14. Jahrhundert im Jemen bereits erste
Kaffeeplantagen entstanden. Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts hatte
die arabische Welt quasi ein Monopol auf den Anbau und den Handel mit
Kaffee.
Wenn auch nicht den Kaffee selbst, so hat der Augsburger Botaniker
und Arzt Leonhard Rauwolf als erster etwa um das Jahr 1576 den
Kaffeestrauch und auch den Kaffee selbst beschrieben, den er auf
einer Orientreise kennenlernte. Darüber, wann der erste Kaffee in
Europa getrunken wurde, gibt es sehr unterschiedliche Aussagen und
auch einiges, was durchaus als Legende betrachtet werden darf. Es ist
anzunehmen, das sich der Kaffee langsam vom Libanon und dem Nahen
Osten ausgehend über den Balkan in Richtung Europa verbreitete, doch
zunächst nur in sehr kleinen Mengen.
Welches Land hat Kaffee erfunden?
Im
äthiopischen Hochland wurde als Ursprungsland Kaffee zuerst
erfunden. Hätte jedoch jemand aus dem 21. Jahrhundert eine Tasse
Kaffee aus dem 12. oder 13. Jahrhundert nach Originalrezept probiert,
wäre ihre oder seine Begeisterung sicher sehr gemäßigt
ausgefallen. Die Kaffeebohnen wurden zwar geröstet, jedoch am
offenen Feuer, was sehr unterschiedliche Röstgrade erzeugte.
Zerstoßen wurden die Bohnen mit dem Mörser, was ein grobes Pulver
ergab. Zu guter Letzt wurde einfach heißes Wasser über den
zerkleinerten Kaffee gegossen, um ihn dann ziehen zu lassen.
Vielleicht
kamen schon die äthiopischen Hirten auf die Idee, den Kaffee zu
filtern, um den Kaffeesatz zu vermeiden. Sicher ist jedoch, dass
dieses Problem noch viele Jahrhunderte die Kaffeetrinker in aller
Welt beschäftigte. Je nach Land oder Region gehört der Kaffeesatz
aber durchaus zum Kaffeetrinken dazu, etwa beim türkischen Kaffee.
Genau genommen haben sich im Laufe der Geschichte viele Länder ihren
ganz eigenen Kaffee selbst erfunden.
Wo kommt Kaffee
ursprünglich her
Der
dunkle Kontinent, Afrika, ist das Ursprungsland der Kaffeepflanze mit
ihren 124 Arten. Allerdings gibt es von ihr, als Teil der Familie der
Rötegewächse, überall auf der Welt Verwandte. Doch nur die Gattung
der Coffea aus Afrika weist einen für die Kaffeeherstellung
geeigneten Samen aus.
Inzwischen
wird Kaffee in vielen Ländern der Erde angebaut. Nachfolgend die
ersten zehn Anbauländer nach Gewicht:
Brasilien
3.172 t
Vietnam
1.953 t
Indonesien
794,76 t
Kolumbien 665,02
t
Äthiopien 496,2
t
Uganda 393,9
t
Peru 352,65
t
Indien 338,62
t
Honduras 315,49
t
Zentralafrikanische
Republik 306,9 t
(Stand
2022, in 1.000 Tonnen)
Auch
Kolumbien zählt zu den Big Playern bezüglich der Kaffeeproduktion,
doch wird in dem Land schon seit Jahren auf hochwertige Qualität
statt auf Masse gesetzt. Kolumbien bringt mit seinem Hochland nahe
dem Äquator hervorragende Anbaubedingungen für sortenreinen Kaffee
mit. Das sogenannte Kaffeedreieck in Kolumbien wurde schon im Jahr
2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Seit über 300 Jahren wird
hier Kaffee angebaut und nicht wenige ausgewiesene Kaffeeexperten
sprechen der in Kolumbien angebauten Coffea arabica die weltweit
beste Qualität zu.
Wer hat Kaffee nach Europa gebracht?
Die
wohl schönste Geschichte, aber vermutlich eben nur eine Geschichte,
wie der Kaffee nach Europa
kam, stammt von der zweiten Belagerung
Wiens durch die Osmanen im Jahr 1683. Bei dieser Belagerung soll ein
mutiger polnischer Spion mehrere Hundert Säcke von den abziehenden
Osmanen erbeutet und damit das erste Kaffeehaus Wiens eröffnet
haben. Bewiesen ist die Geschichte jedoch nicht.
Die
Verbreitung des Kaffees in Europa hängt mit der Kolonialisierung
durch europäische Länder, ab dem 16. Jahrhundert, zusammen. Kaffee
wurde dann auch außerhalb Afrikas, etwa in Indien, angebaut und er
wurde zur globalen Handelsware. Zeitgleich öffneten überall in
Europa Kaffeehäuser. Die Niederlande, aber auch Frankreich, waren
die Vorreiter bei der Verbreitung des Kaffees in Europa. Das älteste
noch im Betrieb befindliche Kaffeehaus steht übrigens in Paris, das
im Jahr 1689 erbaute Café Procope. Eine
wichtige Person für die Verbreitung des Kaffees in Europa war Ludwig
XIV, der Sonnenkönig. Er förderte den
Handel mit Kaffee in besonderer Weise. Es
gab aber auch einige Herrscher der vielen europäischen Herzogtümer,
Grafschaften und kleineren Königreiche, die den Kaffeegenuss
zeitweise verboten oder nur dem Adel erlaubten. Meist
war es reiner Eigennutz, denn Kaffee war eine Handelsware, die große
Gewinne einbrachte.
Das
nachweislich weltweit erste Kaffeehaus, das
Kiva Han, öffnete
im Jahr 1475 in Konstantinopel, aber östlich des Bosporus und damit
auf dem asiatischen Teil des Doppelkontinents.
Wie entstand die Kaffeekultur Europas?
Wenn
in Europa von Kaffeekultur gesprochen wird, muss unbedingt auch von
der Kaffeehaus-Kultur gesprochen werden. Mit den ersten Kaffeehäusern
im 17. und 18. Jahrhundert entstanden in Europa Treffpunkte der
Geselligkeit, die sich erheblich von den bis dato üblichen
Bierkneipen oder Weinlokalen unterschieden. Kaffee regt an, ohne
betrunken zu machen. Es wurde und es wird diskutiert und gestritten,
aber nicht mit Fäusten. Das war so manchem Herrscher ein Dorn im
Auge, weshalb es in der Geschichte des Kaffees in Europa so manche,
teils kuriose Verbote und Gesetze gab, den Kaffee betreffend.
Es
ist recht sicher, das so manche revolutionäre Idee oder heute
berühmte Erzählung ohne den Einfluss eines Kaffeehauses und dem
Kaffee vermutlich nie entstanden wäre. Mitunter wird Kaffee auch als
Droge bezeichnet und tatsächlich fühlen nicht wenige gewisse
Entzugserscheinungen ohne eine Tasse Kaffee am Morgen zum Frühstück.
Eine Sucht ist dies jedoch nicht, sondern nur dem Gewöhnungseffekt
geschuldet. Tatsächlich ist Kaffee sogar gesund, selbst wenn es mal
4 bis 5 Tassen pro Tag sind, wie die AOK in einer Pressemitteilung
verlauten ließ. Die über 1000 Inhaltsstoffe des Kaffees besitzen
nach neuesten Forschungen eine schützende Wirkung gegen Krebs- und
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der gute alte Filterkaffee schneidet
hierbei sogar noch ein bisschen besser ab als etwa der Espresso.
Recht
schnell bürgerte sich in Deutschland der Filterkaffee ein, wobei
dafür Säckchen aus Stoff verwendet wurden. Ein Buch aus dem Jahre
1851 beschreibt dazu in Bezug auf das Kaffeezubereiten verschiedene
Praktiken. Vor der Nutzung der Filter war es üblich, den gemahlenen
Kaffee einfach mit heißem Wasser zu übergießen und dann ziehen zu
lassen.
Mokka
Noch
heute wird eine bestimmte Art des Kaffeegetränks so zubereitet, der
Mokka. Ursprünglich galt jeder Kaffee, der ohne Filter zubereitet
wurde, als Mokka. Der Name stammt im übrigen von der jemenitischen
Hafenstadt Mokka ab, einem einst wichtigen Handelszentrum für
Roh-Kaffee. Für Mokka kann jede Kaffeesorte verwendet werden.
Wichtig ist, das der Kaffee staubfein zermahlen und mehrmals
aufgekocht wird. Das Verhältnis von Wasser zu Kaffeepulver sollte
dabei etwa 3 zu 1 betragen. Im Idealfall wird ein Kännchen aus
Kupfer oder Messing verwendet, denn der hohe Gehalt an Gerbsäuren im
Mokka kann Stahl oder Aluminium angreifen und den Mokkageschmack
verfälschen.
Französischer Kaffee
In
dem bereits erwähnten Buch aus dem Jahr 1851 gibt es eine Anleitung
zur Zubereitung von sogenanntem französischen Kaffee, nachfolgend
der originale Text:
„Unter
diesem Namen wird in der deutschen Gewerbe-Zeitung die nachstehende
Vorschrift mitgetheilt: Man nimmt 100 Grammes (etwa 7 Loth)
gemahlenen Kaffe und 1 Litre (%o berliner Guart) kaltes Wasser; dann
legt man auf den Grund eines gläsernen Trichters ein wenig rohe
ausgesponnene Baumwolle, schüttet den Kaffe auf die Baumwolle,
giesst das Wasser darüber
und lässt es filtriren. Dieser mit kaltem Wasser bereitete Kaffe
wird für den Gebrauch aufbewahrt.Er ist sehr stark und lässt sich
besser, als der durch heisses Wasser gewonnene aufbewahren.“
Auch
der Trick, den Filter zuerst mit etwas heißem Wasser anzufeuchten,
war schon damals bekannt:
„Es
wird mitgetheilt, dass sich der Kaffe ohne irgend jeden
aussergewöhnlichen Aufwand sehr ver-bessern
lasse, dass derselbe namentlich stärker und aromreicher werde, wenn
man, ehe der gemahlene Kaffe in den Kaffebeutel gethan wird, etwas
heisses Wasser in denselben schüttet. Die Folge davon ist, dass sich
das Zeug des Kaffebeutels etwas verdichtet und dass dadurch der
Aufguss auf das Kaffepulver weniger schnell durch den Kaffebeutel
läuft, das siedende Wasser aber länger mit dem Kaffepulver in
Berührung bleibt und dasselbe in Folge dessen besser auszieht.“
Was macht hochwertigen Kaffee so
besonders?
Wie
bei Wein oder Tee ist das Aroma und der Geschmack von Kaffee unter
anderem von seiner Herkunft abhängig. Die Lage der jeweiligen
Kaffeeplantage ist ausschlaggebend für das Endprodukt. Doch auch die
einzelnen Zwischenschritte wie das Trocknen der grün geernteten
Bohnen und natürlich das Rösten sind weitere Punkte, die einen
guten Kaffee ausmachen.
Allgemeine Informationen
Kaffee
ist das meist konsumierte Heiß-Getränk in Deutschland. Jedoch hält sich
die Qualität der meisten in Supermärkten angebotenen Kaffeesorten
in Grenzen. Die zum größten Teil aus den riesigen brasilianischen
Anbaugebieten stammenden Kaffeebohnen besitzen ein annehmbares Aroma,
kommen jedoch an ausgewählte Hochlandkaffees nicht heran.
Kaffee
als Getränk selbst besitzt aufgrund des Anteils an Koffein eine
belebende Wirkung und Kaffeetrinker haben ein geringeres Risiko an
Alzheimer zu erkranken, wie erst kürzlich in einer Studie
festgestellt wurde.
Qualitativ hochwertiger Kaffee
Der
beste Kaffee, so die einhellige Meinung von Experten, wird im
lateinamerikanischen Hochland angebaut. Die Lagen zwischen 1000 und
1500 Meter über dem Meer sorgen für eine längere Reifezeit des
Kaffees, sodass Hochlandkaffee meist nur einmal jährlich geerntet
wird. Ganz im Gegensatz zu den schnell reifenden Kaffeesorten im
tropischen Tiefland, die bis zu dreimal pro Jahr gelesen werden.
Der
Anbau im Hochland ist nicht einfach und die Ernteerträge sind
kleiner als bei Tieflandkaffee. Das macht den Kaffee natürlich
teurer, doch der Boden und das Klima verleihen dem Hochlandkaffee ein
feines würziges Aroma. Kaffee aus Hochlandlagen ist etwas
Außergewöhnliches und wird mit seinem Geschmack jeden begeistern,
der bisher nur „normalen“ Kaffee konsumierte. Ein ideales
Geschenk. Warum nicht mal hochwertigen Kaffee als Weihnachtsgeschenk
für Mitarbeiter, um deren Einsatz aus dem vergangenen Jahr zu
würdigen.
Espresso und Espressokocher
Als die Einwohner der norditalienischen Stadt Mailand im 19.
Jahrhundert zum ersten Mal einen Kaffee aus einer „ Caffettiera“
(die übliche Bezeichnung für den Espressokocher in Italien)
probierten, stellten sie schnell fest, dass dieses praktische und
handliche Gerät genau das ist, was sie brauchten, um mal schnell
einen Kaffee zuzubereiten. Heute, gut 130 Jahre später, ist der
Espressokocher ein weltweit verbreitetes Gerät für die Zubereitung
von Kaffee.
Der vermutlich wichtigste Grund für seine enorme Ausbreitung ist die
einfache Bedienbarkeit. Gemahlener Kaffee, etwas Wasser, eine
Wärmequelle, wie eine Herdplatte oder auch ein Lagerfeuer, und schon
nach ein paar Minuten steht ein kochend heißer Kaffee zur Verfügung,
ganz ohne lästigen Kaffeesatz. Heute variiert der Espressokocher.
Statt der Herdplatte verfügt das Gerät je nach Modell über eine
eigene Heizvorrichtung, für die dann nur noch eine Steckdose oder
ein Zigarettenanzünder benötigt werden. Damit avancierte der
Espressokocher auch in Büros, Werkstätten oder in Lkw-Kabinen zum
bevorzugten Kaffee-Zubereiter.
Was sind die Unterschiede bei
Espressokochern?
Die ursprünglichen Espressokocher des 19. Jahrhunderts wurden noch
aus Kupferblech gefertigt. Im frühen 20. Jahrhundert traten
Espressokocher aus Aluminium ihren bis heute andauernden Siegeszug
an. Gefolgt von Geräten aus Edelstahl und jetzt gibt es auch
Espressokocher in Kunststoff und Glas.
Die technischen Unterschiede der verschiedenen Espressokocher
lassen sich folgendermaßen einteilen:
Espressokocher für externe Heizquellen wie Gas- oder Elektroherd aus
Aluminium oder Edelstahl
Espressokocher zusätzlich geeignet für Induktionsherde
Espressokocher aus Kunststoff für Mikrowellenherde
Espressokocher mit eingebauter, elektrischer Heizquelle (220 V und /
oder 12 V)
Espressokocher mit Cremaventil
Was hat es mit dem Cremaventil auf sich?
Die nur in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung „Espressokocher“
führt in die Irre. Mit einem Espressokocher lässt sich kein
Espresso zubereiten. Dafür braucht es einen Dampfdruck von 9 bar. In
einem Espressokocher steigt der Dampfdruck jedoch nur auf rund 2,5
bar. Um hier ein bisschen nachzuhelfen, wurde das Cremaventil
entwickelt. Dieses Cremaventil ist bei manchen Espressokochern am
Steigrohr der Kaffeekanne angebracht. Dieses Ventil erhöht den
Dampfdruck, jedoch niemals auf 9 bar, und erzeugt zwar keine Crema,
wie sie in Siebträgermaschinen oder Kaffeevollautomaten möglich
ist, aber immerhin einen Kaffee mit einer gewissen Schaumbildung. In
Österreich wird der Espressokocher Mokakanne genannt, was bezüglich
Konsistenz und Geschmack des Kaffees weit eher zutrifft als die
Bezeichnung Espressokocher.
Ein Espressokocher steht nie für sich
allein
Die Frage danach, was einen guten Espressokocher ausmacht, muss immer
im Zusammenhang mit dem verwendeten Kaffee, dessen Feinheit, mit der
er in der Kaffeemühle gemahlen wurde, und dem verwendeten Wasser
betrachtet werden. So besteht der heutige Markt für Kaffeebohnen zu
gut 80 % aus Arabica-Bohnen. Diese beweisen sich in einer
Filterkaffeemaschine als verlässliche Geschmacksträger, aber nicht
unbedingt in einem Espressokocher. Hier sind Robusta-Bohnen die
bessere Wahl. Sie besitzen einen höheren Koffein-Anteil und werden
länger geröstet. Aber das ist Geschmackssache, weshalb es nicht
einfach ist, den einen oder anderen Espressokocher als mehr oder
weniger gut zu bezeichnen.
Immerhin gibt es ein physikalisches Merkmal, das unabhängig von
Kaffeesorten oder Wasserhärten funktioniert.
Als Alfonso Bialetti seinen achteckigen Espressokocher im Jahr 1945
auf den Markt brachte, war es eher fertigungstechnischen Bedingungen
geschuldet, dass dieser aus Aluminium war. Aluminium aber ist ein
sehr guter Wärmeleiter. Viel besser als Stahl oder etwa Kunststoff.
Wird nun ein Aluminium-Esspressokocher auf eine Heizquelle gestellt,
erwärmen sich der untere Kessel und die darüber befindliche Kanne
sehr schnell. Je höher die Temperatur der gesamten Espressomaschine,
desto höher der Dampfdruck und damit auch die
Durchtrittsgeschwindigkeit des Dampfs durch das Kaffeepulver. Diese
höhere Geschwindigkeit des Dampfes löst mehr Aromastoffe aus dem
Kaffee.
Der klassische Espressokocher aus Aluminium punktet hier zumindest
in Sachen Geschmack.
Pflegeleichter sind hingegen Espressokocher aus Edelstahl oder
Kunststoff. Die Espressokocher mit eigener Heizung sind wiederum
flexibel, solange eine Stromquelle da ist, die angezapft werden kann.
Der Espressokocher mit Glaskanne ermöglicht die Beobachtung des
Vorgangs während des Kaffeekochens. Espressokocher für
Induktionsherde oder für Mikrowellen spielen ihre jeweiligen Vorzüge
eben in modernster Küchentechnik aus.
Nehmen wir mal an, wir könnten einen Espressokocher mit allen hier
aufgezählten Vorzügen herstellen, dann wäre das die eierlegende
Wollmilchsau unter den Espressokochern. Eine eingebaute Heizung
verbietet jedoch den Gebrauch auf weiteren Wärmequellen. Aluminium
ist nicht für Induktionsherde geeignet und Kunststoffe machen nur in
der Mikrowelle eine gute Figur. Glaskannen können hitzebeständig
sein, sind dafür aber in der Regel nicht bruchfest.
Was also macht einen guten Espressokocher
aus?
Da sich das allgemeine Handling eines Espressokochers bei allen
Geräten weitgehend gleicht, ist die Frage nach einem guten
Espressokocher schlicht eine individuelle Angelegenheit. Im besten
Fall lassen sich Empfehlungen aussprechen, die jedoch nicht mit den
verschiedenen Umständen kollidieren dürfen.
Für die Nutzung auf herkömmlichen Elektroherden oder Gas ist der
Espressokocher aus Aluminium die erste Wahl.
Bei selbst heizenden Kochern darf sich ruhig auch mal an der Optik
orientiert werden.
Für Induktionsherde braucht es zumindest einen Sandwichboden mit
Stahlkern oder gleich ein Gerät aus ferritischem Stahl, für die
Mikrowelle Kunststoff usw.
Tatsächlich bleibt nur ein gemeinsames Element übrig, was einen
guten Espressokocher ausmacht: das Cremaventil. Alles drumherum ist
in Sachen Espressokocher eine persönliche Angelegenheit.
Kaffeebohnen – eine grobe Übersicht der
wichtigsten Sorten
Insgesamt
kommt die Kaffeebohne in vierzig verschiedenen Sorten auf der Welt
vor. Jedoch haben sich in den letzten Jahrzehnten zwei Sorten so
stark durchgesetzt, dass praktisch alle Kaffeeröster auf diese zwei
Sorten zurückgreifen. Dies hängt natürlich auch mit der
Anbaufläche und damit mit der Verfügbarkeit zusammen.
Arabica
Die
Sorte Arabica besitzt einen Weltmarktanteil von 60 %. Die
Arabica besitzt relativ wenig Koffein und hat sich mit ihrem milden
Aroma durchgesetzt. Die Arabica wird vorwiegend in Afrika und Mittel-
sowie Südamerika angebaut.
Robusta
Die
Kaffeebohne Robusta mit 36 % Marktanteil ist wesentlich stärker
als die Arabica. Der Vorteil der Robusta im Anbau ist die kürzere
Reifezeit und ihre höhere Widerstandsfähigkeit. Die Robusta kann
gegenüber der Arabica durch den geraden Einschnitt unterschieden
werden. Die Arabica-Bohne besitzt einen eher gewellten Einschnitt.
Die Robusta wird im gesamten Tropen- und Subtropengürtel der Welt
angebaut. Oft sind es Mischplantagen, in denen Robusta und Arabica
gleichermaßen kultiviert werden.
Excelsa
Im
Jahr 1904 wurde am Tschadsee in Westafrika die Excelsa gefunden.
Diese Bohne eignet sich hervorragend für trockene Böden und trägt
selbst in Dürreperioden noch Früchte. Der Weltmarktanteil der
Excelsa-Bohne beträgt 1 %.
Stenophylla
Die
Stenophylla ist ein richtiges Höhengewächs. Die Anbaugebiete dieser
Kaffeebohne reichen bis zu 700 m über dem Meer. Angebaut wird
die Stenophylla hauptsächlich in Guinea und Sierra Leone,
Westafrika. Sie besitzt große und runde Bohnen, die während der
Reifung schwarz werden.
Liberica
Die
Liberica ist eine Kaffeebohne aus dem westafrikanischen Flachland,
wird aber auch in Südostasien angebaut. Die Bohne selbst besitzt nur
wenig Zucker und viel Koffein und gilt aus diesem Grund als eher
minderwertig. Zudem dauert die Reifung bis zu 14 Monate. Ihr Vorteil
ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen Parasiten und die Menge an
Früchten, die der Strauch trägt. Der Ertrag der Liberica übersteigt
sogar den der Arabica oder der Robusta.
Catimor
Catimor
ist eine Kaffeebohne, die aus einer Kreuzung von Timor und Catura
Kaffee entstand. Catimor wiederum wird als Kaffeemischung in Asien
angeboten, in der auch die Excelsa-Bohne zu finden ist. Eine weitere
Bohne der Mischung ist die Chari, die einen sehr niedrigen
Koffeingehalt besitzt und darum als natürlicher Schonkaffee gilt.
Maragogype
Maragogype
ist eine Kreuzung aus der Arabica-Bohne mit der Liberica-Bohne. Ihren
Namen hat die Bohne von der brasilianischen Hafenstadt Maragogipe.
Die Bohne der Maragogype ist sehr groß, was Ihr den Spitznamen
Elefantenbohne einbrachte. Angebaut wird die Maragogype in Mexiko und
Nicaragua. Der Kaffee aus dieser Bohne ist sehr mild und säurearm.
Kopi Luwak
Zum
Schluss die vermutlich teuerste Kaffeebohne der Welt, deren
„Reifungsprozess” nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Die Kopi
Luwak oder Coffee Alamid ist eine Kaffeebohne, die zuerst den
Verdauungstrakt einer Schleichkatze, dem Fleckenmusang, passieren
muss, bevor sie den Namen Kopi Luwang annehmen darf.
Die
Qualität dieser Kaffeebohne ist sehr unterschiedlich, da die
Schleichkatzen verschiedene Kaffeebohnen fressen. Dazu kommt es
darauf an, wie lange die Kaffeebohne am Waldboden lag und wie die
Wetterverhältnisse waren. Das Anbaugebiet, wenn es denn so genannt
werden kann, ist Südasien. Ursprünglich war diese Spezialität ein
Arme-Leute-Getränk der Einheimischen, da der Plantagenkaffee dem
Export und den Kolonialherren vorbehalten war.
Was ist wichtig für wirklich guten
Kaffee?
Der
Kaffee ist in Deutschland mit Abstand das beliebteste Getränk. Kaffee variiert inzwischen in der Zubereitung und speziell
italienische Rezepte zur Kaffeezubereitung sind sehr beliebt. Dazu
wird neben der richtigen Kaffeesorte ebenso die richtige
Kaffeemaschine benötigt. Mit der herkömmlichen Methode der
einfachen Heißwasserbereitung und dieses über das Kaffeepulver
durch einen Filter zu gießen, ist es schon lange nicht mehr getan.
Das Geheimnis von guten Kaffeerezepten
Wie
bei allen guten Rezepten ist es auch bei Kaffee so, dass gute Zutaten
und die richtige Menge schon die Hälfte ausmachen. Die andere Hälfte
ist die richtige Maschine. Das Wasser muss mit einer bestimmten
Temperatur und dem richtigen Druck durch das Kaffeepulver gepresst
werden. Nur so setzen sich die vielfältigen ätherischen Öle im
Kaffee frei und verbreiten dieses unverwechselbare Aroma, das alle so
lieben. Die Auswahl der Maschine ist folglich nicht so einfach und
sollte gut gewählt sein, denn mit der richtigen Kaffeemaschine
schmeckt es doppelt gut.
Die Kunst des Kaffeekochens
Seit
dem Kaffee in Europa eingeführt wurde, bestehen zu dessen
Zubereitung unterschiedliche Ansichten und vor allem eine extreme
Bandbreite unterschiedlicher Maschinen. In den letzten Jahren kamen
zu den Klassikern Kaffee, Milchkaffee und Espresso eine große Anzahl
unterschiedlicher Zubereitungen und Geschmacksrichtungen hinzu. Bei
einigen dieser Rezepte zur Kaffeezubereitung dient der Kaffee selbst
nur noch als ein Geschmacksträger unter Vielen.
Der
Kaffee und seine Aromen
Die
Kaffeebohne beinhaltet Hunderte verschiedene Aromen, die allerdings
nur dann wirklich zum Tragen kommen, wenn die Bohne richtig
aufbereitet wird. Ob dazu das „richtige“ Wasser gehört, ist
schwer zu beurteilen und liegt wohl im Auge des Betrachters. Klar ist
auf jeden Fall, das kochendes oder sehr heißes Wasser viele Stoffe,
die zuvor im Wasser waren, neutralisiert. Folglich dürfte sich die
Bedeutung des Wassers für die Zubereitung und den Geschmack von
Kaffee in Grenzen halten.
Die
Kaffeemaschinen
Um
die Vielzahl der Produkte an unterschiedlichen Kaffeemaschinen, die
am Markt erhältlich sind, etwas zu klassifizieren, sollten diese in
ihre Hauptmerkmale unterteilt werden. Die klassische
Filterkaffeemaschine, die vollautomatische Kaffeemaschine, die
Siebträger-Kaffeemaschine und natürlich die immer beliebteren
Kapselmaschinen. Dazu kommen noch einige spezielle Anwendungen bis
hin zur handbetriebenen Kaffeemaschine aus den Anfängen des letzten
Jahrhunderts, die in italienischen Kaffeehäusern genutzt wurde. Doch
alle Maschinen hier zu beschreiben, ist nicht möglich. Darüber
wurden immerhin schon ganze Bücher geschrieben.
Filter-Kaffeemaschine
Die
klassische Kaffeemaschine wurde, bisher zumindest, noch nicht vom
Vollautomaten verdrängt. Das Prinzip des bloßen Brühens erfreut
sich nach wie vor großer Beliebtheit. Bei moderneren Maschinen kamen
lediglich weitere Funktionen wie der Timer oder ein Thermobehälter
dazu. Der Vorteil liegt natürlich bei diesen Maschinen in der
einfachen und relativ schnellen Zubereitung auch größerer Mengen
Kaffee, der dann auf der Heizplatte gewärmt, zur Verfügung steht.
Zudem ist das Prinzip auch in der Konstruktion einfach, sodass sich
die Herstellungskosten im Verhältnis zu einem Vollautomaten in
Grenzen halten. Der Nachteil der klassischen Kaffeemaschine liegt vor
allem darin, dass das Wasser nicht unter Druck durch den Kaffee
gepresst wird, sondern lediglich durchläuft. Das verhindert die
Auslösung vieler Aromastoffe. Der wahre Kaffeeliebhaber wird
natürlich zudem beklagen, dass immer gleich größere Mengen
zubereitet werden, was dem Aroma zusätzlich schadet. Trotzdem
besitzt die normale Kaffeemaschine ein hervorragendes
Preis-Leistungs-Verhältnis.
Kaffee-Vollautomaten
Als
Kaffee-Vollautomaten sind diese Maschinen zu bezeichnen, die den
Kaffee, vom Mahlen der Bohne über die Brühung bis hin zum Abfüllen
in die Tasse, völlig selbstständig zubereiten. Dazu besitzen diese
Vollautomaten einen Behälter für die Bohnen und entweder einen
Wasserbehälter oder einen direkten Wasseranschluss. Der wichtigste
Punkt bei einem Vollautomaten ist die eingebaute Druckpumpe, die das
aufgeheizte Wasser durch das kurz vorher gemahlenen Kaffeepulver
presst. Wir haben es hier mit einer Maschine zu tun, die ursprünglich
nur in gewerblichen Betrieben beheimatet war. Entsprechend
kompliziert ist der Aufbau aus Mahlwerk, Druckpumpe und
Wasserzuführung.
Ohne
Zweifel ist die Qualität des erzeugten Kaffees meist besser als in
der klassischen Kaffeemaschine, aber solch komplizierte Gebilde sind
auch anfällig. Das beste Unterscheidungsmerkmal zwischen
hochwertigen und eher minderwertigen Vollautomaten besteht in der
Fähigkeit, die Maschine zu reinigen. Eine komplett verbaute und
verschraubte Maschine, auch mit Selbstreinigungsprogramm, ist wenig
vertrauenswürdig. Besser sind die Maschinen, in denen sich alle
wichtigen Komponenten separat reinigen lassen. Leider macht sich das
bei Vollautomaten oft im Preis bemerkbar.
Die
Siebträgermaschine
Auch
die Siebträgermaschine kommt aus dem gewerblichen Betrieb und steht
für die ersten Maschinen, die tatsächlich den berühmten
Schümli-Kaffee dank der eingebauten Druckpumpe herstellen konnten.
Ihren Ursprung hat die Siebträgermaschine in Italien und bei den
ersten Modellen wurde der Wasserdruck noch mittels eines Hebels per
Hand erzeugt. Für wahre Kaffee-Liebhaber*innen ist die
Siebträgermaschine die bestmögliche Wahl.
Kapselmaschinen
Zuletzt
die modischen Kapselmaschinen. In ihren Anfängen war der Kaffee in
den Kapseln sogenannter Instantkaffee. Also gefriergetrockneter
Kaffee. Inzwischen hat sich die Technik verfeinert und die Hersteller
bieten verschiedene Kaffeesorten an, die in den Kapseln luftdicht
verschlossen sind.. Der Vorteil der Kapselmaschine liegt darin, dass
eine Tasse Kaffee blitzschnell zubereitet ist und die Kapseln ein
großes Sortiment unterschiedlicher Geschmacksrichtungen bieten. Der
Nachteil ist vor allem der Abfall, der mit Kapselmaschinen produziert
wird.
Was muss eine gute Kaffeemaschine können?
Wie
bereits gesagt, muss die Maschine das Aroma des Kaffees voll zur
Geltung bringen können. Dabei wiederum ist die Auswahl der
Kaffeemischung ein weiteres Kriterium, nachdem sich der Kauf der
Maschine richten sollte. Idealerweise besitzt die Maschine ein
eigenes Mahlwerk, das unterschiedliche Mahlstufen beherrscht. Je nach
Körnung des Kaffeepulvers werden unterschiedliche Aromen
freigesetzt. Natürlich besitzt die Maschine zudem eine eigene
Druckwasserpumpe, die möglichst ebenso einstellbar ist. Wer
wirklich alles an Aromen aus dem Kaffee herausholen möchte, kommt
um eine gute Siebträgermaschine nicht herum. Mit ihrer Hilfe kann
sowohl die Kaffee- und Wassermenge gesteuert werden als auch der
Druck, mit dem das heiße Wasser durch das Kaffeepulver im Siebträger
gepresst wird.In Bezug auf Kaffee sind unter Druck bzw. "Wasserdruck" mindestens 9 bar zu verstehen. Erst ab diesen 9 bar werden alle ätherischen Öle im Kaffee freigestzt. Es sollte jedoch nicht zuviel an Druck aufgebaut werden. Ab etwa 11 bar werden zusätzliche Bitterstoffe frei, die den Kaffee ungenießbar machen.
Wie
vielfältig Kaffeezubereitungen schmecken können, hat vermutlich
jeder schon erfahren und das so manches Rezept oder einige Sorten
nicht den Erwartungen entsprachen, ebenso. Darum muss eine gute
Maschine zum Testen herausfordern.
Daneben
sollte aber nicht vergessen werden, dass die Reinigung des Gerätes
möglichst einfach sein sollte. Als Ideal dazu haben sich Geräte
bewährt, deren Teile wie Wassertank, Behälter für Kaffeesatz und
Kaffeebohnen usw. möglichst einfach abnehmbar sind. Wer will schon
die ganze Maschine unter den Wasserhahn stellen.
Auch der obligatorische Milchaufschäumer sollte
schwenkbar und natürlich aus Edelstahl sein. Mit diesen
Voraussetzungen steht dem Kaffeegenuss nichts im Wege.
Fazit:
Rund
3 Millionen Liter Kaffee werden in Österreich aufgebrüht, aber
nicht etwa pro Jahr, sondern pro Tag. Das sind 2,9 Tassen am Tag für
jeden Einwohner des Landes. Dieser Verbrauch wird nur noch von
Mineralwasser übertroffen. In der europäischen Wertung bezüglich
des Kaffeeverbrauchs liegt Österreich an zweiter Stelle (Stand
2014), gleich hinter Finnland. Deutschland befindet sich in dieser
Rangliste erst an 7. Stelle.
Laut einer vergleichenden Studie, die Statistiken auswertet, soll
Kaffee übrigens vor Alzheimer schützen. Dann ist zu hoffen, dass
dieser Artikel in guter Erinnerung bleibt.
Quellen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224814/umfrage/entwicklung-der-anbauflaeche-und-der-ernte-von-rohkaffee-weltweit/
https://www.kaffeeverband.de/de/kaffeewissen/geschichte
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157872/umfrage/kaffeeproduzenten-weltweit-seit-2008/
https://www.aok.de/pp/bv/kaffee/